
Gebäudemodernisierungsgesetz 2026 – Kurz erklärt für Hausbesitzer
⚠️ Wir weisen darauf hin, dass es sich bei den aktuellen Eckpunkten ausschließlich um einen Entwurf handelt!
Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz schafft die frühere 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien bei neuen Heizungen ab. Hausbesitzer dürfen wieder frei entscheiden, welche Heiztechnik sie einsetzen. Diese neue Freiheit bringt jedoch Risiken – vor allem bei Gas- und Ölheizungen.
Zwar sind fossile Heizungen weiterhin erlaubt, ab 2029 müssen sie jedoch schrittweise mit CO₂-neutralen Brennstoffen (Biomethan/Bioöl) betrieben werden („Bio-Treppe“). Diese Brennstoffe sind deutlich teurer als Erdgas und nur begrenzt verfügbar. Dadurch steigen Heizkosten langfristig erheblich, während zusätzliche Risiken wie Netzstilllegungen und weitere gesetzliche Verschärfungen drohen.
Wärmepumpen gelten aktuell als die sicherste Heizlösung. Sie sind nicht von Bio-Quoten betroffen, verursachen stabile Betriebskosten, werden mit bis zu 70 % gefördert und sind langfristig politisch abgesichert. Deshalb entscheiden sich immer mehr Hausbesitzer bewusst für Wärmepumpen – aus wirtschaftlichen Gründen, nicht wegen gesetzlicher Vorgaben.
Fazit:
Das neue Gesetz schafft Wahlfreiheit, aber nicht jede Option ist gleich sicher. Wer langfristig kalkulierbare Kosten und Investitionssicherheit sucht, trifft mit einer Wärmepumpe derzeit die stabilste Entscheidung.
Gebäudemodernisierungsgesetz in Fragen und Antworten:
Das Gebäudemodernisierungsgesetz ersetzt zentrale Teile des bisherigen Heizungsgesetzes. Es schafft die verpflichtende 65-Prozent-Regel für erneuerbare Energien ab und gibt Hauseigentümern mehr Entscheidungsfreiheit bei der Heiztechnik.
Nein. Die bisherige Pflicht, dass neue Heizungen zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen, wurde vollständig abgeschafft.
Ja. Der Einbau von Gas- und Ölheizungen ist weiterhin erlaubt. Allerdings gelten künftig zusätzliche Vorgaben, die den Betrieb deutlich verteuern können.
Die Bio-Treppe verpflichtet neue Gas- und Ölheizungen schrittweise zu steigenden Anteilen CO₂-neutraler Brennstoffe wie Biomethan oder Bioöl.
Ab dem 1. Januar 2029 müssen neu installierte Gas- oder Ölheizungen mindestens 10 % CO₂-neutrale Brennstoffe nutzen. Der Anteil steigt anschließend bis mindestens 2040 weiter an.
Biomethan ist deutlich teurer als normales Erdgas und nur begrenzt verfügbar. Bereits heute deckt Biomethan nur etwa 1 % des deutschen Gasbedarfs.
Normales Erdgas kostet aktuell etwa 11 Cent/kWh.
Gastarife mit hohem Biomethan-Anteil liegen bei 15–20 Cent/kWh oder mehr.
Bei einem Gasverbrauch von 20.000 kWh pro Jahr entstehen:
bei 10 % Bio-Anteil: ca. 16 € Mehrkosten pro Monat
bei 30–40 % Bio-Anteil: 50–100 € oder mehr pro Monat
Nein. Experten gehen davon aus, dass die verfügbaren Mengen nicht ausreichen werden. Das kann zu Preissteigerungen, Importabhängigkeit und Versorgungsrisiken führen.
Ja. Durch steigende Brennstoffkosten, mögliche Netzstilllegungen, höhere Netzentgelte und weitere gesetzliche Verschärfungen besteht ein hohes Risiko, dass neue Gasheizungen wirtschaftlich unattraktiv werden.
In einzelnen Regionen bereits heute. Sinkende Nutzerzahlen führen dazu, dass sich der Betrieb von Gasnetzen wirtschaftlich nicht mehr lohnt.
Nein. Wärmepumpen gelten als zukunftssichere Heiztechnik und sind nicht von Bio-Quoten oder fossilen Ausstiegsregeln betroffen.
Wärmepumpen:
benötigen keine fossilen Brennstoffe
haben stabile Betriebskosten
sind langfristig gesetzlich abgesichert
werden staatlich gefördert
Wärmepumpen sind die meistverkaufte Heiztechnik in Deutschland. Ihr Marktanteil liegt bei über 40 % aller neu installierten Heizsysteme.
Ja. Trotz höherer Anschaffungskosten amortisieren sich Wärmepumpen durch niedrige Betriebskosten schneller als Gasheizungen mit Biomethan:
Neubau: ca. 15 Jahre
Heizungstausch (gute Effizienz): ca. 6 Jahre
Heizungstausch (geringere Effizienz): ca. 9 Jahre
Ja. Für Wärmepumpen sind staatliche Förderungen von bis zu 70 % der Investitionskosten möglich. Für Gas- und Ölheizungen gibt es keine Förderung.
Ja, insbesondere in dicht besiedelten Gebieten. Allerdings sind Fernwärmenetze lokale Monopole, bei denen kein Anbieterwechsel möglich ist.
Der Durchschnittspreis liegt bei etwa 17 Cent/kWh. In vielen Netzen zahlen Haushalte jedoch 20–25 Cent/kWh oder mehr.
Art der Wärmeerzeugung
Preisformel und Transparenz
Preisentwicklung der letzten Jahre
Vertragslaufzeiten und Ausstiegsmöglichkeiten
Wärmepumpen gelten aktuell als die investitionssicherste, wirtschaftlichste und politisch stabilste Heiztechnik für Wohngebäude.
Fachliche, dokumentierte Beratung einholen
Gesamtkosten über 15–20 Jahre vergleichen
Fördermöglichkeiten nutzen
Investitionssicherheit priorisieren
Fazit
Das Gebäudemodernisierungsgesetz 2026 schafft neue Entscheidungsfreiheit für Hausbesitzer. Gleichzeitig steigen die langfristigen Risiken und Kosten insbesondere bei Gas- und Ölheizungen durch Bio-Quoten, Preisunsicherheiten und mögliche Infrastrukturveränderungen. Wärmepumpen gelten derzeit als die wirtschaftlich stabilste und zukunftssichere Heizlösung.
Handlungsempfehlung
Lassen Sie sich vor einer Heizungsentscheidung fachlich beraten. Eine unabhängige, technologieoffene Bewertung hilft, Investitionsrisiken zu vermeiden und langfristige Kosten realistisch einzuschätzen.
Wir beraten Sie ehrlich, technologieoffen und zukunftsorientiert.
In unserem Energiekompetenzzentrum können Sie moderne Heizsysteme live erleben und vergleichen.

